Ich befinde mich in der Sommerpause vom 21. - 25. August.

Zuletzt aktualisiert am 
15. August 2023
von
Xiaoyu Dong

Die 7 häufigsten Fehler, wenn du mit dem E-Mail Marketing startest

E-Mail Marketing ist nach wie vor hoch im Kurs und weist einen konstant hohen ROI (=Return on Investment) auf.

E-Mail Marketing bietet dir als Selbstständige die Möglichkeit, personalisierte Nachrichten an deine Zielgruppe zu senden und auf eine relativ kostengünstige Art in Kontakt zu treten, um deine Produkte zu verkaufen.

Doch auch wenn E-Mail Marketing auf den ersten Blick recht einfach erscheint, lauern einige Stolperfallen, in die vor allem Anfänger:innen oft hineintappen.

In diesem Beitrag stelle ich dir 7 häufige Anfängerfehler im E-Mail Marketing vor, die ich in der Praxis immer wieder beobachtet habe. Here we go!

Fehler #1: Fehlende Zustimmung (Double-Opt-In)

Damit du deinen Abonnent:innen regelmäßig werbliche Newsletter senden darfst, musst du dir die zweifache Zustimmung holen. Das ist auch rechtlich verankert (Keine Rechtsberatung!).

Die gängige Praxis im E-Mail Marketing ist, sich die Zustimmung mit dem sogenannten „Double-Opt-In (DOI)“-Verfahren einzuholen. Im Gegenzug hierzu steht das Single-Opt-In. 

Das DOI-Verfahren verfolgt den Zweck, Spam und Missbrauch der persönlichen E-Mail Adresse durch Dritte zu vermeiden.

So sieht das DOI in der Praxis aus

Susanne trägt sich in dein Anmeldeformular ein und bekommt dann eine Bestätigungsmail (oft mit dem Betreff „Ein Klick fehlt noch“) auf die E-Mail Adresse geschickt, mit der sie sich eingetragen hat.

In dieser E-Mail wird Susanne nochmal aufgefordert, zu bestätigen, dass es tatsächlich sie war, die sich in das Formular eingetragen hat.

Sobald Susanne auf den Bestätigungslink klickt, wird sie in deine Abonnentenliste aufgenommen. Erst dann darfst du ihr Newsletter- und Verkaufsmails senden.

Wenn das Anmeldeformular nur Single-Opt-In aufweist, könnte es sein, dass Christina, die verfeindete Nachbarin, Susanne’s E-Mail Adresse nimmt und damit wahllos dubiose Newsletter abonniert.

Susanne bekommt dann einen Haufen Spam-E-Mails, die sie nicht bestellt hatte.

Fazit: Halte immer das Double-Opt-In ein!

Was passiert mit den E-Mail Adressen, die ich ohne Zustimmung gesammelt habe?

Rechtlich gesehen, darfst du die E-Mail Adressen nicht mit Newsletter & Co. bespielen, wenn du das DOI versäumt hast.

Wenn du dir jetzt denkst: „UPSS“, weil du bereits E-Mail Adressen OHNE Double-Opt-In eingesammelt hast, hast du aus meiner Sicht nur eine Möglichkeit:

Du holst dir nochmal die Einverständnis, indem du eine Rund-E-Mail an deine bestehenden Abonnent:innen schickst und sie dazu animierst, sich nochmal auf deine Liste zu tragen.

Du wirst ggf. einige Newsletterleser:innen dadurch verlieren, aber immer noch besser, als hohe Bußgelder in der Zukunft zu riskieren.

Fehler #2: Fehlende Information zu Inhalt und Häufigkeit des Newsletters

Oft sehe ich Anmeldeformulare, wo weder steht, was für Inhalte man nach Eintragung bekommt, noch, wie oft E-Mails im Postfach landen werden.

Was für mich unverständlich ist, denn es ist EIN zusätzlicher Satz bei deinem Anmeldeformular. Ein paar Wörter extra, die mehr Transparenz schaffen und Vertrauen aufbauen können.

So kann ich als Interessentin aktiv entscheiden, ob ich mit den 5 E-Mails in der Woche fein bin, die du versendest, oder ob mir das von vornherein too much ist.

Also: Füge die Häufigkeit deiner Newsletter + Themengebiet deinen Anmeldeformularen hinzu. Du kannst das natürlich im Nachhinein immer wieder anpassen.

Fehler #3: Anmeldeformular nur als Pop-Up auf der Website oder “versteckt”

Pop-Up’s, die beim Aufmachen einer Website „aufpoppen", sind immer noch sehr beliebt. (Ich habe das übrigens auch auf meiner Website 😉) .

Wenn du das Anmeldeformular für deinen Newsletter NUR als Pop-Up auf deiner Website hast, ist das jedoch suboptimal.

Denn: Es gibt immer wieder Besucher:innen, die in ihrem Browser Pop-Up’s blockieren. Das heißt, ihnen wird das Anmeldeformular gar nicht angezeigt.

In der mobilen Ansicht kann ein Pop-Up auch schon mal eher nervig sein. Deswegen: Platziere dein Newsletter-Formular strategisch auf deiner Homepage und auf den Unterseiten.

Nicht nur als Pop-Up, sondern auch als Formular auf der Seite.

Zusätzlich kannst du den Anmeldebutton noch prominent in die Kopf-/ und/oder Fußzeile reinmachen, sodass Interessent:innen gar nicht lange suchen müssen.

Fehler #4: Ein „Freebie“ zu erstellen und kein (passendes) Produkt dahinter zu haben

Ein Fehler, den viele bei der Erstellung des „Freebie“ aka Lead Magnets machen: Sie erstellen eine coole Checkliste, Vorlagen, E-Books etc., ohne sich Gedanken zu dem Produkt zu machen, welches sie eigentlich damit verkaufen wollen.

Das führt dazu, dass du nach einer Zeit zwar hunderte oder tausende Leute mit einem Lead Magnet auf deine Liste geholt hast, sie regelmäßig mit E-Mails bespaßt, aber keinen Umsatz generiert, weil du ihnen nichts anzubieten hast, was strategisch auf dem Freebie aufbaut.

Deswegen: Nimm zuerst das Endprodukt her (z.B.: dein neues Gruppencoaching, Membership, Done for you,..) und erstelle basierend darauf einen Lead Magnet (und nicht umgekehrt).

Extra-Tipp: Falls alle deine Programme live sind und gerade nichts verfügbar ist, verweise stattdessen auf eine Warteliste.

Fehler #5: Ghosten nach der Anmeldung

Wie viel Zeit vergeht zwischen der Anmeldung auf deinen Newsletter und der ersten E-Mail?

Stunden?

Tage?

Wochen?

Monate??

Fakt ist: Kurz nach der Anmeldung auf deinen Newsletter sind die Menschen am Interessiertesten daran, von dir zu lesen (die Öffnungsrate ist bei „Willkommensserien“ überdurchschnittlich hoch).

Je länger sie auf deine erste E-Mail „warten müssen“, desto wahrscheinlicher verlierst du sie als Abonnent:in gleich wieder.

Denn, wenn du erst nach Wochen mal in ihrem Posteingang auftauchst, haben sie dich mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits vergessen.

E-Mail Marketing ist Beziehungsaufbau. Deswegen: Ghoste deine lieben Abonnent:innen nicht!

(“Ghosten” ist etwas übertrieben. Aber du verstehst, worauf ich hinaus will.)

Und ja, ich verstehe es, dass

  • du oft nicht weißt, was du in deinem Newsletter schreiben sollst,
  • oder dir gerade die Zeit fehlt, um regelmäßig Nachrichten zu verschicken

Aber gerade am Anfang, solltest du neue Abonnent:innen in deiner Community persönlich begrüßen.

Am besten funktioniert das mit einer automatisierten Willkommensserie. Du richtest das einmal ein und musst dir keine Gedanken mehr über die anfängliche Stille mehr machen.

Es gibt verschiedene Ansätze dazu, zB. die „Soap Opera Sequence“ oder die Willkommensemails von Hannah Mang.

Fehler #6: Fehlende Segmentierung

Segmentierung heißt, dass du die Personen nach Interessensgruppen unterteilst, also segmentierst.

Jemand, der im Sportfachhandel Wanderschuhe kauft, dem wirst du eher Angebote schicken für: Wanderstöcke, Wanderrucksäcke, Wanderbekleidung und keine Werbung zu den neuesten Golfschlägern. Sind wir uns da einig?

(Das eine schließt das andere nicht aus, aber du verstehst, was ich meine.)

Das heißt: Überlege dir eine sinnvolle Segmentierung für deine Newsletter-Abonnent:innen.

Das hilft dir einerseits, leichter und effizienter zu verkaufen (da du ihre Bedürfnisse gezielt ansprechen kannst), andererseits hilft es dir, Ordnung zu bewahren, wofür du dir später bei einer Liste von mehreren tausend Kontakten sehr dankbar sein wirst.

Fehler #7: Gar nicht mit E-Mail Marketing zu starten

Bei der Frage: „Was würdest du rückblickend anders machen in deinem Business“ sagen 99,99% (grob geschätzte Zahl von mir) der Unternehmer:innen, dass sie wünschten, sie hätten früher mit E-Mail Marketing begonnen.

Deswegen meine Message an dich: Tu es!

Falls du bereits einen Newsletter hast und neugierig warst, ob du „alles richtig“ machst: TOP! E-Mail Marketing für das Business zu betreiben hat tatsächlich auch viel mit Ausprobieren zu tun. Nicht alles funktioniert gleich gut für jedes Unternehmen.

Falls du noch unsicher bist, wie du mit E-Mail Marketing starten sollst: Lies dich ein, trete einschlägigen Foren und Gruppen bei und hole dir kompetente Unterstützung, wenn du nicht weiterkommst.

Dieser Blog Beitrag wurde geschrieben von:

Xiaoyu Dong

WordPress & E-Mail Marketing Enthusiastin

für Coaches, Trainer und Solo-Selbstständige

Mehr zu Xiaoyu findest du auf ihrer Website oder ihren Social Media Kanälen.

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